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Do they know its Christmas time at all?

So, es ist nicht allzu viel passiert aber fangen wir mal von vorne an.


Wir sind dann irgendwann doch noch in Wanaka angekommen und haben damit die Westküste endgültig hinter uns gelassen. Wanaka an sich war jetzt nicht so spannend, vor allem, weils die ganze Zeit nur geregnet hat. Und zwar aus Eimern und Kübeln. Deswegen sind wir in die Puzzling World gegangen,was sich als sehr sehr lustig herausgestellt hat. Da wurde mit optischen Illusionen etc gespielt, es gab zum Beispiel einen Raum, der um 15% geneigt war, und Körper und Kopf konnten sich die ganze zeit nicht einigen,wer jetzt gerade steht, der Boden, oder ich…fruchtbar, da wurd einem richtig schlecht von. Draußen gabs dann noch einen 1.5km langen Irrgarten, den wir in 30 Minuten passiert hatten,was in gutem Durchschnitt liegt. Am nächsten Tag waren wir in noch strömenderem regen im Toy-museum, dass sich als Lagerhalle mit Gerümpel herausgestellt hat. Toll…weiter gings nach Queenstown…


Queenstown ist die Action-Hauptstadt Neuseelands und an jeder Ecke wurde einem versucht Bunji, Freefall, Flying Fox, Rafting, Jetboating, Canyonschaukeln oder Canyoning anzudrehen,…ein wenig anstrengend. Wir haben uns für dich weniger spektakulärere Variante entschieden und sind am ersten sonnigen Tag des Monats (so kommt es einem vor) in den Kelvin Hights Deerpark gefahren, ein Wild-Streichelzoo-Park, wo Lamas und Alpakas, Yaks, Bisons und Esel frei rumlaufen und die man dann füttern kann. Das beste an dem Park ist allerdings, dass er nicht nur Drehort für Milka-Werbespots war sondern auch für den Herrn der Ringe, und die stellen alle nett mit Schildern ausgezeichnet waren. Supi! Man hat die Sachen sogar recht gut wiedererkannt, aber es ist faszinierend zu wissen, wenn die Kamera einen Meter weiter vorn gestanden hätte, hätte man die 150.000 Einwohnerstadt am Hang gesehen…jaja…Mittelerde liegt eben doch nicht so weit entfernt, wie gedacht. Ich stand an exakt der gleichen Stelle, wo Aragorn beim Warg-Angriff im zweiten Film über die Klippe gefallen ist! Ich stand auf Boden, auf dem schon Orlando Bloom stand! Der Wahnsinn ging dann am nächsten Tag weiter, als ich im nahegelgenen Glenorchy eine HdR-Reittour gemacht hab und durch Isengard, Amon Hen und Lothlorien geritten bin. Sehr schön, sehr muskelkaterfördernd und sogar mit Pferden aus dem Film. An der stelle wurde übrigens auch der neue Xmen mit Hugh Jackmann gefilmt und über die Wiese, wo wir gestartet sind ist der schon mit nackeligem Hintern gerannt…fein fein…


Nach zwei Tagen Shopping und Stadtleben hatten wir auch schon wieder genug von der Apres-ski-Athmosphäre und wir sind weiter gen Süden gezogen. In die Fjordlands über Te Anau nach Milford Village, dass da aus einem Motel, einem Campingplatz, 50 000 Sandflies und 15 Bootsanlegern von denen wir dann am näschten Morgen einen kleinen Touridampfer bestiegen um uns den legendären Milford Sound aka Fjord anzusehen. Diesmal muss man leider sagen dass das Wetter nicht auf unserer Seite war, OBWOHL die Sonne ausnahmsweise mal schien, denn den Milford soll man sich am besten im Regen ansehen, wenn an den Hängen hunderte von Wasserfällen herunterschiessen,da die Berge so steil sind und der Boden zu hart um das Wasser aufzunehmen. Gut, aber die Sonne war auch mal ganz schön. Es war zwar total windig, weil sich der ganze Wind vom Meer durch den kleinen Fjord gequetscht hat aber dagegen sind wir ja gewapnet und so haben wir von Deck aus auch noch ein paar Delfine erspähen können die sich in bester Flipper-Manier im Wasser vergnügt haben. Süß, wirklich süß! Zurück gings dann nach Te Anau und da haben wir uns erstmal den Rest des Tages in die Sonne geknallt um das auch mal auszunutzen. Diesmal habe ich sogar aufgepasst und nichtmal richtigen Sonnenbrand bekommen, ich lerne dazu! Morgens gings weiter zum nächsten Fjord, wir haben uns nämlich richtig mal was gegönnt und haben den Doubtful Sound direkt mal dazu gebucht. Diesmal wurden wir mit dem obligatorischen Touribus abgeholt und zu Lake soundso gekarrt, wos dann mit den 20 man der Gruppe in ein kleines Böötchen ging und ab über Lake soundso zur ersten Attraktion der Tour: das größte Pumpkraftwerk neuseelands! JUCHU!! War jetzt eher so minder spannend, aber habm wer das jetzt auch gemacht. Ich hab ja sogar Vergleich zu Europas größtem Pumpkraftwerk in Luxemburg, da war ich nämlich auch mal mehr oder weniger freiwillig. Der Busfahrer hatte Erbarmen und nach 15 Minuten durften wir wieder raus und sind dann endlich zum fragwürdigen Sund gekommen, der da 10 mal größer und 3 mal tiefer als Milford ist, dank seiner Abgelegenheit aber unbeliebter und daher leerer. Diesmal gabs sogar ein bisschen Seegang und draußen wars teilweise richtig richtig uselig. Aber es gab Milo (neuseeländischer Malz-Kakao-Ersatz) und Tee da war die Welt wieder in Ordnung, so konnte man den 24.12.208 am anderen Ende der Welt ruhig verleben….

…dachten wir….

Und so begab es sich, dass am späten Nachmittag des heiligen Abend im Jahre 2008 des Herrn, die heiligen zwei Königinnen Rabalthasarella und Ninelchiora ein helles Licht am Horizont sahen und sich zur Küste hin aufmachten, wo sie wussten, dass sie ein warmes Mahl, ein freundliches Willkommen und vielleicht sogar der Heiland in einer der örtlichen Tavernen erwartete. Sie bestiegen ihre treue Kutsche und fuhren frohen Mutes Berg auf und Berg ab, durch Feld und durch Tal. Es dunkelte bereits, als Königin Rabalthasarella am Horizont die ersten Lichter der Siedlung ausmachte, in der sie ihr Nachtlager aufzuschlagen und die Geburt des Jesuskindes zu zelebrieren gedachten. Um die Nacht nicht in einem zugigen Viehstall verbringen zu müssen hielten die beiden bei einem nahegelgenen Geldinstitut um ihre Goldreserven ein wenig aufzufrischen und obwohl diese Voraussicht den Abend eigentlich erleichtern hätte sollen, gab es die (natürlich göttliche) Fügung, dass an eben jenem Geldinstitut der Abend für die beiden eine ungewollte Wendung nahm: die Batterien in den pinken Barbie-Pferden, die die Kutsche der heiligen zwei Königinnen zogen, versagten und da ja gemeinhin bekannt ist, dass zu Weihnachten die örtlichen Pferdeställe einen Ruhetag einlegen, blieb den zwei Durchlauchten nichts anderes über, als einen Boten nach einem der vielen gelben Rittern zu senden, die sich doch gar trefflich mit dem Kutschhandwerk auskennen.
Kurz um: unsere Batterie hat sich verabschiedet und wir mussten abends um 8, komplett aufgehübscht fürs schick Essen gehen, den ADAC rufen (zu zweiten mal diese Woche) und haben zum Weihnachtssonderextrapreis eine neue für $140 erstanden..Schnapper…auch ein schönes Weihnachtsgeschenk…. Bescherung haben wir dann auf die auf den ADAC-Wartezeit verlegt und ich habe von Rabi eine echt coole Biografie über Sir Edmund Hillary bekommen. Als das Auto dann um halb 10 wieder lief mussten wir uns noch im Campingplatz einmieten -damit wir nicht wirklich noch im Kuhstall schlafen mussten- und so waren wir erst um 10 in der Lage in die Stadt zu fahren, wo natürlich alles schon zu war! Also sind wir nachher im Irish Pub gelandet, haben den Koch überredet uns noch was zu kochen (aufgewärmtes Hähnchen mit gerösteten Kartoffeln, Bratensoße und Erbsen und Möhren) und sind dann recht bald im Bett gelandet. ………na dann: fröhliche Weihnachten!
Ich hoffe, meine lieben Leser haben da ein beschaulicheres fest verbracht und haben den obligatorischen Familienauflauf zu Weihnachten gut überstanden!


Am nächsten Morgen sind wir dann extra früh aufgestanden, haben nach Hause telefoniert und sind so bald als möglich aus diesem unsäglichen Kaff (hieß übrigens INVERCARGILL und wurde schon von Keith Richards zum „arsehole off the world“ deklaiert) abgehauen, das erste Mal so richtig wieder gen Norden. Ab ging die Lutzie nach Dunedin, einer Studentenstadt, die von Schotten gegründet wurde und mittlerweile vom allgegenwärtigen Schokoladengeruch aus der CADBURRY Hauptzentrale mitten in der City zu meinem absoluten Lieblingsort überhaupt erkoren wurde. Ja, ihr habt richtig gehört: Schokoladenfabrik! Haben wir uns natürlich bald möglichst angesehen….jetzt weiß ich, wie das Paradies ist…. Heaven („hiven“, wie der Kiwi sagt)…. Haben natürlich dann auch im Lagerverkauf ordentlich zu geschlagen! Ansonsten hat Dunedin (ausgesprochen DANN-NIE-DN) noch eine schöne Kunstgallerie mit Videoarchiev, mehrere schöne Kirchen und die steilste Strasse der Welt ( 38% Steigung, für größere Autos strikt verboten) zu bieten. Da dank Weihnachten eh alles zu war sind wir dann noch auf die angrenzende Otago Halbinsel gefahren und haben uns die größten Albatrosse der Welt mit 3,5 Metern (!) Spannweite, die seltenen Gelbaugen Pinguine aus nächster Nähe angeguckt und warn in neuseelands einzigem Schloss, das unter europäischen Maßstäben eher als Landgut durchgehen würde, aber schön wars trotzdem.
28.12.08 22:24
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


uschi (30.12.08 20:34)
wir zwei telefoniiiieren gleich!juhuuu!

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